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Geschichte
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Nach einer heute allgemein anerkannten Theorie kamen die ersten Polynesier, die vor ungefähr 2000 Jahren in großer Zahl die Pazifikinseln besiedelten, aus Südostasien. Die Boote dieser kühnen Seeleute, die gute Kenntnisse über Wind, Strömungen und Sterne besaßen, waren Doppelpirogen aus Holz und geflochtenen Fasern. Ihre Reise gen Osten führte sie zwischen 500 v.Chr. und 500 n.Chr. zu den Inselgruppen in der Mitte des Pazifiks (Cook, Tahiti und die anderen Gesellschaftsinseln), wo sie sich niederließen.
Die Folge dieser großen Migrationswelle, die um 1000 n.Chr. ausklang, war die Entstehung des "polynesischen Dreiecks" zwischen Hawaii (im Norden), der Osterinsel (im Osten) und Neuseeland (im Südwesten).
Die auf diesen verschiedenen Inseln gesprochenen Sprachen stammen alle vom Ma'ohi ab, was den gemeinsamen Ursprung der Bevölkerungen belegt. Im 16. Jahrhundert legte Magellan und später Mendana an den Tuamotu- und Marquesas-Inseln an. Doch als offizieller europäischer Entdecker Tahitis gilt bis heute der Brite Samuel Wallis, der die Insel 1767 erreichte. Im darauffolgenden Jahr taufte sie der Franzose Antoine de Bougainville auf den Namen "Neu-Kythera". 1769 landete dann der Brite James Cook auf Tahiti und erklärte die Gesellschaftsinseln zum Besitz der britischen Krone. Zu dieser Zeit umfasste die Inselgruppe die Herrschaftsgebiete mehrerer Häuptlinge und Könige, die an eine einheitliche, polynesische Kosmogonie mit mehreren Gottheiten glaubten. Nach und nach verbreiteten evangelische und katholische Missionare den christlichen Glauben, und 1797 gelang es einem Häuptling, mit Hilfe von Europäern die Vorherrschaft zu erlangen und die Dynastie "Pomare" zu begründen.
Im Laufe der beiden Weltkriege kämpften zahlreiche Bewohner der Inseln an der Seite der Franzosen, und Tahiti schloss sich im letzten Krieg den französischen Widerstandstruppen der "France Libre" an.
1958 wurde aus den Etablissements Français d'Océanie (EFO - Französische Niederlassungen in Ozeanien) Französisch- Polynesien.
In den sechziger Jahren vollzog sich eine Wende in der Geschichte der Insel Tahiti, die in kürzester Zeit einen Sprung in die Modernität machte. Die Einrichtung des Centre d'Expérimentation du Pacifique (CEP - Pazifik-Versuchszentrum) im Jahre 1963 zog zahllose Bewohner anderer Inseln an, die erstmals die Vorzüge und Nachteile der Konsumgesellschaft entdeckten. Zahlreiche Firmen wurden gegründet, der Dienstleistungssektor expandierte, und der Lebensstandard stieg.
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